
|
Was doch einst der Wetterkäfer sagte übern Siebenschläfer: "Regnen soll's von früh bis spät, grad' wenn ihr auf Reisen geht." Viele Leute - so auch ich - dachten: Gut, dann fahr'n wir nich. Woll'n zuhaus' uns amüsier'n, statt den ganzen Tag zu frier'n! |
| ----- |
|
Samstags hockten wir im Bau, schauten raus: Der Himmel blau?! Drauf den Käfer ich verdrosch, bis er ward zum Wetterfrosch --- |
|
"Ach!" - so jammert Surfer Klaus, der versehentlich zuhaus' noch den Mastfuß liegen hat. Tja - nun hat er den Salat --- |
|
Geht der Surfer auf die Messe, weckt recht schnell man sein Int'resse; Aktuelles Material sieht er dort in großer Zahl. |
| ----- |
|
Lieber Surfer, nimm's nicht krumm: Wer drauf reinfällt, ist schön dumm, denn Dein Surfspaß wird kaum mehr, einzig: Deine Taschen leer --- |
| Probleme am Pißbecken |
|---|
|
Oh ja, es ist schon eine Qual wenn nur zwei Becken an der Zahl, die voneinander nicht getrennt durch feste Wände aus Zement. |
|
Das heißt: Solange man allein, ist noch die ganze Sache fein. Da macht die Schose einen Sinn; bedürftig war man ohnehin. Man hat viel Ruh', man nimmt sich Zeit und spürt genau: Gleich ist's soweit. Man muß die Haare sich nicht raufen - man läßt die Dinge einfach laufen. Man pfeift ein Lied, den letzten Hit, und denkt: Was soll der ganze Shit! Der int'ressiert mich nicht! Man döst, bis man vom Drange ist erlöst. |
|
So weit - so gut. Nur, wie erwähnt, die Zeit unendlich lang sich dehnt, wenn voller Schwung die Tür aufgeht und noch ein "Gast" daneben steht! |
|
Schon packt er aus. Man ist pikiert und sieht nun zu - vielmehr, man stiert hinauf zur Decke, ist verstimmt, weil nun ein and'rer einem nimmt, worauf man selber hat ein Recht. Vor lauter Druck wird einem schlecht. |
|
Man spürt genau: Ihm macht's nichts aus, daß er zugleich im selben Haus. Nun ist es er, der nicht nur pfeift, nein, auch noch Themen auf sich greift. Er hält ein Schwätzchen, denkt: Wie fein, daß ich hier nicht - wie sonst - allein. |
|
Er spricht von sich, von Gott, der Welt, derweil man unverrichtet hält noch immer das, worin der Zweck dereinst mal lag - und packt es weg. |
|
(Es hat doch alles keinen Sinn!) Man 'strömt' zurück zum Zimmer hin und merkt, noch eh man es erreicht, daß letztlich doch die Hose weicht - |
| Weihnacht mit Muttern |
|---|
|
Gerade um die Weihnachtszeit besuchen sich gar viele Leut'. Der Onkel kommt, die Tante - manch andere Verwandte . . . Ja, Schwiegersöhne zittern vor ihren Schwiegermüttern . . . |
|
"Wie war die Fahrt? Bestimmt recht schwer. Leg erst mal ab und setz dich her." Schon sitzt sie da mit einem Ruck - Der Schwiegersohn nimmt schnell 'nen Schluck, bevor die Flasche er serviert und seine Frau ein Schnittchen schmiert. "Sollst wie zuhause dich hier fühl'n. Hör auf damit, Geschirr zu spül'n." |
|
Schon hört man Frauchens leisen Fluch: "Das schöne Glas - es ging zu Bruch. Und hier - im Heiligtum - dem Schrank, wo für gewöhnlich alles blank und hübsch geordnet alles ist - Schau, welch ein Chaos - so ein Mist!" |
|
"Einerlei, ob Wurst, ob Butter, immerhin - es ist die Mutter," spricht nun Sohni leicht beschwingt, weil er an zu trinken fingt. "Überhaupt, welch ein Theater? In der Stube schläft der Vater, und du, Frau - das wird der Hammer - , schläfst mit Muttern in der Kammer." |
|
Aber Frauchen lächelt fein: " 's soll ein Fest der Liebe sein..." |
"Fest der Liebe? Nein fürwahr! Haben wir das ganze Jahr! Laß die Bräuche uns erneuern mit besagten Abenteuern. Legt sie sich erst mal zur Ruh', kommst herüber du im Nu..." |
|
Doch die Abende sind lang. Vatern wird schon Angst und Bang'. Ganz verzweifelt - wie sonst nie - zappt er rum auf dem "Ti-Vie", bis ein Fräulein - oben ohne - weckt vergessene Hormone. Liebes Frauchen, 's wär doch nett, wenn ich dich jetzt hätt' im Bett - ich wär Bräutigam, du Braut... Seht nur, wie verträumt er schaut! |
|
Auch das Frauchen (sonst oft müde) spürt, sie ist - weiß Gott - nicht prüde. Ach, wie gerne würd' sie huscheln hin zu Babba - und dort kuscheln... |
|
Aber, wenn sie sich bewegt, sich im Bett auch Muttern regt. Hat's am Ende sie durchschaut?!? Na, das war's dann mit der Braut! |
| Fazit |
|
Der Mensch, das weiß man nur zu gut, besteht nun mal aus Fleisch und Blut. Drum: Geht zur Neige nächstes Jahr, dann machen wir's, wie's immer war! |