Zurück zur Einstiegsseite
Und sonst?
Dabei bin ich ein so schöner Mensch: Hochgewachsen, von aristokratischem Äußeren, dynamisch, perfekt einfach!
Sonst wäre zu berichten, daß sich im Laufe der Jahre zunehmend eine Bindung zu Tieren und Natur herausgebildet hat. Vielleicht in dem Maße, in dem der Abstand zu marktschreierischer Hysterie, zu Vereinsmeierei und massenverblödenden "Events" immer größer geworden ist. Im übrigen teile ich diese Empfindungen mit meiner Familie - eher habe ich noch einiges von meinem holden Eheweib Brischitte übernommen, die diesbezüglich weitaus konsequenter ist. Thumb Toni
Unser Toni
Menschenverachtend, das?
Möglicherweise begründet sich damit die wöchentliche Flucht zu unserer Oase, über die noch zu berichten sein wird. Eigentlich begann es im Jahre 1982, zu einer Zeit, als ich noch auf Brettern stand, die vermeintlich die Welt bedeuteten. Eines Schwarzmeer-Urlaubs jedenfalls hatte ich Gelegenheit, mich auf einem ganz anderen Brett zu versuchen - einem Surfbrett nämlich! Urvater dieses Versuchs war Peter Pieper, zu damaliger Zeit ein Stuntman, mit dessen Crew zusammen wir gelegentlich auftraten. Obwohl naturgemäß anfangs ziemlich schwankend und - verglichen mit heutigem Hightech-Material - auf "Baumstämmen", waren die Würfel zugunsten dieser Sportart gefallen. Sollte je einer meiner Schulkameraden oder musikalischen Weggefährten diese Zeilen lesen, wird er sich vermutlich wundern;
Kunze und Sport?!?
Richtig, nennen wir es eher Leidenschaft!
Nun möge der wissende Leser bitte nicht Robby Naish, Bernd Flessner oder Björn Dunkerbeck hinter diesen Zeilen vermuten! Dem ahnungslosen hingegen sei gesagt, daß es sich hierbei um - freilich ständig wechselnde - Barden der internationalen Surfszene handelt(e). Nein, jeder nach seinen Fähigkeiten! Und insofern ist es als gebürtiger '49-er schon ganz nett, immer noch jährlich Fortschritte erzielen zu können. Die da als Binnensurfer vorrangig in einer sauber gefahrenen Halse zu sehen wären. Lächerlich - werden gewisse Zeitgenossen denken. Aus eigenen Beobachtungen heraus ;-) behaupte ich aber, daß auch die Zahl der wissenden groß sein dürfte, die kopfnickend Zustimmung zollen - wenn auch heimlich und unbeobachtet ;-) ;-)
Ist der Mensch nicht ein komisches Tier?
In den 80-ern also begonnen, auf mühselig zusammengestottertem, auch eigenem Equipment. Second Hand Self Made (einen halben Zentner schwer!) - später Delta II, die "Banane". In der Ausreisezeit auf geliehenem Material. U.a. einen Kurs am Schweriner See absolviert, damals legendär! Auch, weil der Betreiber der Surfschule ein Neffe von Karl-Eduard von Schnitzler war ("Der schwarze Kanal" - DDR-Fernsehen). Jahre später fanden Neffe und Surfboard einen Weg über die Kieler Bucht ins "gelobte Land" ...
Nachdem wir Anfang der 90-er in NRW Fuß gefaßt hatten, ging's auch mit der Surferei wieder bergan. Zunächst legte ich noch mal den "Schein" ab, der auf Düsseldorfer Baggerseen unabdingbar war. Hieß es. Dann kam das erste Board, ein HiFly Superfun. 3,30m lang und - wer weiß, wie - voluminös. Auf jeden Fall schwer! Thumb HiFly Superfun
HiFly Superfun
Die Mitgliedschaft bei den SURF LÖWEN, die mir uneingeschränkt Zutritt zum Baggersee Düsseldorf-Angermund verschaffte. Wie oft habe ich das Board auf dem Autodach zwischen Mülheim und Düsseldorf hin- und hergekutscht, in der vagen Hoffnung, nach Feierabend noch eine Mütze Wind nutzen zu können!
Irgendwann mußte das Board dann Salzwasser kosten. Nicht nur das Board! Neeä, KunzeWerner - das wird nichts mehr in deinem Leben mit Welle und Salz! Also umgeschaut nach leidlich anspruchsvollen Binnenrevieren in Reichweite. Da wurde vorerst ein See kurz hinter der holländischen Grenze Richtung Arnheim angesteuert. War aber rheinisches Gewässer, und wer mag das schon auf Dauer? Dann sprach einer vom Veluwemeer. Thumb Veluwemeer
Veluwemeer
Angekommen!
Einige Male hatten wir dort tageweise Quartier bezogen, mit erstem kleinen Wohnwagen, direkt am Wasser. Dann auch schon mal eine oder zwei Wochen. Das war's doch! Nach kurzer Zeit nahmen wir die Möglichkeit eines Saisonplatzes wahr. Und das ist nun unser zweites Zuhause, unsere Oase. Thumb Am Strand
Am Strand
Mittlerweile verbringen wir dort auch größtenteils unseren Jahresurlaub, vorzugsweise zu menschenarmen Zeiten in der Vor- bzw. Nachsaison.
Es ist - wie jeder, der uns dort schon besuchte, auch empfand - einfach geil!
Thumb Oase
Knaus-Oase
Bewußt verkneife ich mir die Integration eines entsprechenden Links zum Campingplatz. Womöglich wird dieses Fleckchen Erde immer noch als Geheimtip gehandelt. Und dabei soll es auch bleiben; Veluwemeer muß genügen! Freunde und Befreundete sind eh eingeweiht.
Ist es auf der einen Seite Nähe zu Wasser und Naturschutzgebiet, die uns magnetisch anzieht, ist es andererseits der Reiz, auf dem Weg dorthin eine Landesgrenze zu passieren. Auch wenn man so gut wie nichts mehr davon spürt - zu Grenzen an sich haben wir Ossis wohl nach wie vor ein ganz besonderes Verhältnis! Es ist, als ob man vorübergehend eine Tür hinter sich schließt, die Schotten dichtmacht.
Hier aber will ich nun "die Schotten dichtmachen." Ich wundere mich eh, daß der geneigte Leser bis hierher durchgehalten hat. Wer Lust hat, kann noch bißchen in meinem Equipment rumschnüffeln.
Ansonsten: Tschüß!
Zum Anfang